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Einbürgerung Unterlagen: Die vollständige Checkliste

Eine praktische Checkliste der Unterlagen für den Einbürgerungsantrag: von Pass und Aufenthaltstitel über Einkommensnachweise bis zu Sprach- und Testzertifikat.


Unvollständige Unterlagen sind der häufigste Grund, warum ein Einbürgerungsantrag ins Stocken gerät. Jedes fehlende Dokument bedeutet ein Schreiben der Behörde und eine Pause, bis Sie antworten. Die genaue Liste hängt vom Bundesland und Ihrer Situation ab, prüfen Sie also immer, was Ihre eigene Behörde veröffentlicht. Dies ist der Grundbestand, den fast alle Antragstellenden brauchen.

Identitätsnachweis

Sie benötigen einen gültigen Reisepass oder Personalausweis. Die meisten Behörden möchten das Original sehen und fertigen eine Kopie. Wenn Sie keinen gültigen Pass haben, fragen Sie Ihre Behörde, welche Alternativen sie akzeptiert, denn das ist unterschiedlich. In der Regel wird auch Ihre Geburtsurkunde verlangt, und in vielen Fällen eine Heiratsurkunde, falls Sie verheiratet sind.

Nachweis über Aufenthalt und Status

Sie müssen nachweisen, dass Sie einen gesicherten Aufenthaltsstatus haben und lange genug in Deutschland leben. Das geschieht meist über Ihren elektronischen Aufenthaltstitel, etwa eine Niederlassungserlaubnis oder eine Erlaubnis zum Daueraufenthalt EU. Möglicherweise werden auch eine Meldebescheinigung und ein Nachweis Ihrer Aufenthaltszeiten verlangt, damit die Behörde den Fünfjahreszeitraum ohne lange Auslandsaufenthalte bestätigen kann.

Nachweis der Sicherung des Lebensunterhalts

Sie müssen belegen, dass Sie sich und Ihre Angehörigen ohne Grundsicherungsleistungen unterhalten können. Das bedeutet in der Regel aktuelle Gehaltsabrechnungen, einen Arbeitsvertrag oder, bei Selbstständigkeit, Ihre Steuerbescheide und weitere Einkommensnachweise. Die Behörde prüft, ob Ihr Lebensunterhalt gesichert ist.

Sprach- und Testzertifikat

Zwei Zertifikate gehören in jede Akte: Ihr Sprachnachweis auf B1-Niveau und Ihr Einbürgerungstestzertifikat. Der Sprachnachweis kann ein anerkanntes B1-Zertifikat, ein Zertifikat aus einem Integrationskurs oder ein deutscher Schulabschluss sein. Das Testzertifikat ist Ihr bestandener Einbürgerungstest. Halten Sie beides vor der Einreichung bereit, denn ohne sie ist der Antrag nicht vollständig.

Erklärungen und das Antragsformular

Sie füllen das offizielle Antragsformular zur Einbürgerung aus, das Ihre Behörde bereitstellt. Im Zuge des Verfahrens unterschreiben Sie das Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung, das seit 2024 auch die Anerkennung der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands umfasst. Manche Behörden verlangen zusätzlich einen kurzen Lebenslauf oder eine Darstellung Ihres Werdegangs.

Ausländische Urkunden brauchen eine Übersetzung

Jede Urkunde aus einem anderen Land muss in der Regel im Original zusammen mit einer beglaubigten deutschen Übersetzung eingereicht werden. Geburts- und Heiratsurkunden sind die üblichen Beispiele. Manche Dokumente brauchen je nach Herkunftsland auch eine Apostille oder Legalisation. Dieser Teil dauert am längsten, beginnen Sie also früh damit.

Ein praktischer Tipp

Machen Sie von allem, was Sie einreichen, eine Kopie und bewahren Sie diese an einem Ort auf. Fragt die Behörde später zu einem Dokument nach, können Sie schnell antworten, und Ihr Fall bleibt in Bewegung. Bestätigen Sie die genaue Liste mit Ihrer eigenen Einbürgerungsbehörde, bevor Sie Ihren Termin buchen, denn die Einzelheiten unterscheiden sich von Ort zu Ort.

Zuerst das Testzertifikat besorgen

Von allen Unterlagen ist das Einbürgerungstestzertifikat dasjenige, das Sie durch Vorbereitung schnell sichern können. PassCitizen stellt den gesamten offiziellen Fragenkatalog bereit, nach Themen sortiert und mit den bundeslandspezifischen Fragen, dazu Probeprüfungen im echten Format. Das ist kostenlos und ohne Anmeldung.

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